Maschinelle Autotransfusion und Eigenblutspende

Das Risiko, bei einer Bluttransfusion eine Infektion zu erleiden, ist in den letzten Jahren immer geringer geworden. Heute liegt beispielsweise das Risiko einer Übertragung des Immunschwäche-Virus HIV weit unter 1:1 Mio. So gesehen ist eine Bluttransfusion eine medizinische Maßnahme, die einen hohen Sicherheitsstandard aufweist und nur mit sehr geringen Risiken belastet ist. Zur weiteren Risikoreduktion setzen wir zwei Verfahren ein:

  1. Die maschinelle Autotransfusion: Intraoperativ anfallendes Blut wird steril gesammelt, wieder aufbereitet (Filterung, Waschung, Abtrennung von Gewebepartikeln) und dem Kreislauf erneut zugeführt. So kann auf eine Fremdbluttransfusion weitgehend verzichtet werden.
  2. Für Patienten, bei denen ausgedehnte Operationen geplant sind, besteht die Möglichkeit zur Eigenblutspende. Dadurch kann die Notwendigkeit von Fremdbluttransfusionen vermieden oder minimiert werden. Vor einer großen geplanten Operation, bei der größere Blutverluste aus Erfahrungen zu erwarten sind, können im Transfusionszentrum der Universitätsklinik Mainz Eigenblutkonserven für unsere Patienten hergestellt werden.