Grundsätze und Leitlinien der Pflege

Als Gemeinschaft der Pflegenden erwarten wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Bereitschaft, die Umsetzung dieser Grundsätze und Leitlinien aktiv mitzugestalten.

Wir alle – Leitungsgremien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Aufgabenbereiche – arbeiten auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Deshalb gelten für uns folgende Grundsätze und Leitlinien:

  • Wert und Würde menschlichen Lebens sind für uns Maßstab allen Handelns!
  • Wir haben Ehrfurcht vor dem Leben in jedem Alter und helfen vor allem Menschen in Grenzsituationen. Wir schützen und achten menschliches Leben besonders während der Schwangerschaft und in der Zeit des Sterbens.
  • Wir achten die Patientinnen und Patienten unabhängig von Religion, Volkszugehörigkeit, Geschlecht oder gesellschaftlichem Ansehen gleichermaßen.
  • Wir betreuen Kranke ganzheitlich und patientenzentriert. Wir wollen Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens nicht alleine lassen.
  • Wir unterstützen die Krankenhausseelsorge. Gleichzeitig respektieren wir religiöse Grundüberzeugungen Andersdenkender.
  • Wir beschäftigen uns mit Fragen der medizinischen Ethik und versuchen, zu deren Weiterentwicklung beizutragen.
  • Wir bejahen die Errungenschaften der modernen Medizin, soweit diese dem Menschen dienen.
  • Wir praktizieren einen kooperativen, partnerschaftlichen Umgangsstil, ungeachtet von Vorbildung, Aufgabe und Stellung.
  • Wir sind bereit, Mitverantwortung zu übernehmen und entfalten im Rahmen der vereinbarten Grundsätze und Leitlinien Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft.
  • Wir informieren uns gegenseitig und tragen bei zu einer Atmosphäre der Offenheit und des Vertrauens. Wir suchen in Konfliktsituationen verschiedene Standpunkte und Meinungen zu verstehen und gemeinsame positive Lösungen zu finden.
  • Wir fördern die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung und unterstützen die menschliche Weiterentwicklung.
  • Wir klären über individuelle und gesellschaftliche Ursachen von Krankheiten auf und informieren über Ansätze zu ihrer Vermeidung.
  • Wir nutzen die Erkenntnisse zeitgemäßer Organisationsentwicklung und versuchen, diese in unserem Hause zu verwirklichen.
  • Wir belasten die Umwelt so wenig wie möglich.
  • Wir verpflichten uns, wirtschaftlich zu arbeiten.

In der gegenseitigen Abstimmung, diese Grundsätze und Leitlinien zu konkretisieren und umzusetzen, sehen wir eine dauerhafte gemeinsame Aufgabe!

Das Pflegeverständnis

ergänzend zu den Grundsätzen und Leitlinien

Krankenpflege sehen wir als Problemlösungs- und als zwischenmenschlichen Beziehungsprozess, in welchem wir durch eine vertrauensvolle Atmosphäre das Wohlbefinden des Patienten fördern. Der Patient wird als Mensch ernst genommen und vorbehaltlos akzeptiert. Er kann sich äußern und sich nach Möglichkeit an der Planung seiner Pflege beteiligen.

Im Pflegeprozess zur ganzheitlichen Betreuung des Patienten bedienen wir uns eines Pflegeplanungs- und Dokumentationssystems. Grundlage der geplanten Pflege ist die Pflegetheorie nach Nancy Roper.

Ganzheitliche Pflege umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass der Patient seine Selbständigkeit so bald und so vollständig wie möglich wieder erlangt oder aber würdevoll sterben kann. Dabei kooperiert die Pflege mit allen anderen Berufsgruppen im Krankenhaus.

Um fachlich kompetent, engagiert und zuverlässig pflegen zu können, brauchen die Pflegenden kontinuierlich berufsfachliche und persönlichkeitsbildende Qualifikationen über die Grundausbildung hinaus.

Das Qualitätsniveau der Pflege wird von jedem einzelnen Mitarbeiter mitbestimmt! Wir erwarten von jedem Mitarbeiter, dass er sich an den Fortbildungsmaßnahmen beteiligt. Dies geschieht zum großen Teil über innerbetriebliche Fortbildung, dessen Programm von der Pflegedirektion und der Lehrerin für Pflegeberufe gemeinsam erstellt wird.