Schmerztherapie nach Operationen

Ein schmerzfreier oder schmerzarmer Patient kann sich schneller von der Operation erholen und sich besser an einer aktiven Bewegungstherapie beteiligen. Deshalb erhält jeder Patient nach dem operativen Eingriff Schmerzmittel. Die Schmerztherapie wird an die Bedürfnisse des Patienten und an die Erfordernisse, die sich aus der Operation ergeben, angepasst. Es bieten sich mehrere Verfahren an:

  1. Es können Schmerzmittel in Form von Zäpfchen, Tabletten oder Tropfen gegeben werden.
  2. Schmerzmittel können intravenös als Infusion oder über eine sog. Spritzenpumpe verabreicht werden.
  3. Ist eine noch stärkere Schmerztherapie erforderlich, wird eine Epiduralanalgesie über einen Katheter oder ein Plexuskatheter eingesetzt.
  4. Bei stärkeren und starken postoperativen Schmerzen kann man dem Patienten die Möglichkeit geben, sich Schmerzmittel nach Bedarf selbst zu verabreichen. Wir sprechen in diesem Fall von patientenkontrollierter Analgesie (Analgesie = Schmerzlosigkeit), abgekürzt PCA. Kernstück dieser Therapie ist eine Pumpe, die mit einem starkwirksamen Schmerzmittel befüllt wird. Je nach Intensität der Schmerzen kann sich der Patient über einen Auslöser eine kleine Menge dieses Schmerzmittels selbst intravenös verabreichen. Die Menge, die Sie sich selbst verabreichen können, ist fest eingestellt, ebenso das zeitliche Intervall, das mindestens zwischen zwei Spritzvorgängen liegen muss. Auf diese Weise werden Überdosierungen vermieden.

Die Schmerztherapie wird durch den akuten Schmerzdienst (ein Facharzt und ein Fachpfleger) betreut.